Umschulung zur Verwaltungsfachangestellten oder zum Verwaltungsfachangestellten – ist das der richtige Neustart?

Vier Personen sitzen auf einer Wiese vor einem Gebäude und lächeln.

Viele Erwachsene stehen nach einer Phase der Arbeitslosigkeit oder beruflichen Unzufriedenheit vor der Frage, wie es weitergehen soll. Gesucht wird oft eine Tätigkeit mit klaren Strukturen, verlässlichen Rahmenbedingungen und realistischen Einstiegschancen. Die Umschulung zur Verwaltungsfachangestellten oder zum Verwaltungsfachangestellten bietet genau hier eine mögliche Perspektive. Sie richtet sich an Menschen, die sich neu orientieren und im öffentlichen Dienst arbeiten möchten.

Der Kurs qualifiziert für Verwaltungsaufgaben in Behörden und öffentlichen Einrichtungen, vor allem im Land Berlin. Teilnehmende lernen, wie Verwaltung praktisch funktioniert, wie rechtliche Vorgaben angewendet werden und wie der Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern professionell gestaltet wird. Die Umschulung kombiniert Theorie, Praxis und zwei längere Praktika, eines davon verpflichtend in einer Berliner Verwaltung.

Inhalte und Ablauf der Umschulung

Zu Beginn stehen grundlegende Themen wie das Berufsbild, juristisches Denken, Informationstechnik sowie Kommunikation im Arbeitsalltag. Darauf aufbauend folgen Inhalte aus dem allgemeinen Verwaltungsrecht, dem Polizei- und Ordnungsrecht, dem Sozialhilferecht sowie dem Privatrecht. Ergänzt wird dies durch wirtschaftliche Grundlagen, Haushalts- und Rechnungswesen, Personal- und Arbeitsrecht. Regelmäßige Reflexionsphasen helfen, den Lernstoff einzuordnen und auf die Praxis zu übertragen.

Ein wichtiger Bestandteil sind zwei betriebliche Praktika von jeweils drei Monaten. Hier erleben die Teilnehmenden den Arbeitsalltag zum Beispiel in Bürgerämtern, Bezirksverwaltungen oder anderen öffentlichen Einrichtungen. Am Ende stehen schriftliche und praktische Prüfungen, in denen unter anderem fallbezogene Rechtsanwendung geprüft wird.

Typische Einsatzbereiche nach dem Abschluss

Verwaltungsfachangestellte arbeiten in vielen Bereichen der öffentlichen Verwaltung, etwa in Bürger-, Jugend- oder Gesundheitsämtern, bei der Polizei oder an Schulen und Hochschulen. Die Aufgaben reichen von der Bearbeitung von Anträgen über die Anwendung von Rechtsvorschriften bis zur Beratung von Bürgerinnen und Bürgern.

Häufige Fragen zur Umschulung

Für wen ist die Umschulung geeignet?
Sie richtet sich an Erwachsene, die sich beruflich neu orientieren möchten und Interesse an Verwaltungsaufgaben haben. Vorkenntnisse im Recht sind nicht erforderlich.

Wie praxisnah ist der Kurs?
Durch zwei längere Praktika und fallbezogene Prüfungen ist der Praxisanteil hoch. Theorie und Anwendung sind eng miteinander verbunden.

Wo finden die Praktika statt?
Mindestens eines der Praktika muss in einer Einrichtung des Landes Berlin absolviert werden. Das zweite kann auch in anderen öffentlichen Stellen erfolgen.

Welche Prüfungen sind vorgesehen?
Es gibt mehrere schriftliche Prüfungen zu Recht, Verwaltung und Wirtschaft sowie eine praktische Prüfung zur Rechtsanwendung.